Auf dieser Seite entsteht mit der Zeit eine Sammlung an weiterführenden Informationen und Erklärungen zu Begriffen rund um das Gebiet der Psychotherapie. 

Die einzelnen Themen sind alphabetisch sortiert. Wenn Sie sich für einen Eintrag interessieren, klicken Sie einfach auf das Plus-Symbol, um die entsprechende Beschreibung anzeigen zu lassen.

Gebärdensprache

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Gebärdensprache ist eine Sprachform, die visuell wahrgenommen (gesehen) werden kann. Meistens nutzen gehörlose oder schwerhörige Menschen die Gebärdensprache. Gebärdensprache erfolgt in Form von Gestiken (Hände), Mimik (Gesicht), der gesamten Körperhaltung und dem Mund. Der Mund formt dabei lautlos Wörter. 

Lautsprachbegleitende Gebärden

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Hierbei handelt es sich um eine Kombination von Gebärdensprache und Lautsprache. Eine Gebärde ist eine Geste oder bestimmte Körperhaltung. Bei lautsprach-begleitenden Gebärden wird jede Geste/Haltung in Verbindung mit einem festgelegten Wort der Lautsprache gesetzt. 

Lautsprache

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Im Gegensatz zur Gebärdensprache und lautsprach-begleitenden Gebärden ist die Lautsprache eine artikulierte Sprachform. Artikuliert bedeutet in dem Zusammenhang, dass alle Worte verbal ausgesprochen werden. Die Artikulation (Aussprache) erfolgt dabei durch die zugehörigen Organe: das sind hauptsächlich der Mund, die Zunge und der Kehlkopf.

Sozialängste

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Was ist eine Sozialangst?

 Viele Menschen sind von Natur aus schüchtern, besonders im Umgang mit anderen Menschen. Wird eine normale Schüchternheit aber zu einem starken Angstgefühl, könnte es sich um eine Sozialangst handeln. 

 

Betroffene haben das Gefühl, dass andere Menschen sie beobachten. Das müssen nicht unbedingt nur Fremde sein – Bekannte oder Freunde gehören oft genauso dazu. Genauso sind Situationen, in denen eine Sozialangst auftritt, nicht zwangsläufig neu oder unerwartet für die Betroffenen.

 

Solche starken Angstgefühle schränken betroffene Personen im Alltag, oft auch im Beruf, ein. Viele versuchen, bestimmte Dinge – die die Angst auslösen - von vorneherein zu vermeiden, zum Beispiel dadurch, dass sie gar nicht erst in Kontakt mit anderen Menschen treten.  

Wie äußert sich eine Sozialangst?

 Eine Sozialangst ist in der Regel am eigenen Körper spürbar. Die Symptome sind sehr individuell und äußern sich bei jedem Betroffenen anders. Hier einige Beispiele:

 

·       Schweißausbrüche

·       Innere Unruhe, starke Nervosität

·       Extreme Anspannung

·       Herzrasen

·       Zittern

·       Stottern

·       Übelkeit bis hin zu Durchfall

 

Handelt es sich um eine Sozialangst, hat der Betroffene meistens das Gefühl, dem Druck nicht standhalten zu können. 

Beispiele aus dem Alltag

Oft entstehen Sozialängste bei ganz alltäglichen Angelegenheiten, sowohl im privaten als auch beruflichem Bereich. Das sind nur ein paar von vielen Beispielen: 

 

·       Telefonieren

·       Prüfungen (Schule, Studium usw.)

·       Vor Anderen reden (z.B. Präsentationen halten)

·       Sich vorstellen, Begrüßungen, neue Menschen treffen

·       Fremde nach dem Weg oder der Uhrzeit fragen

·       In der Öffentlichkeit/unter den Augen Anderer essen

·       Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren

·       An einer Kasse bezahlen, Artikel umtauschen